Die Hopizidee

„Hospiz ist kein Ort, an dem wir uns einrichten, sondern eine Haltung, mit der wir uns begegnen“.

Cicely Saunders

Das Wort Hospiz leitet sich vom lateinischen Wort hospitum = Herberge ab. Vor vielen Jahrhunderten entstanden in Europa entlang von Pilgerrouten Herbergen, die gesunden und kranken Pilgern Gastfreundschaft anboten. Später wurden in diesen Herbergen vornehmlich kranke Menschen gepflegt. Hieraus resultiert symbolisch die Idee der Hospizbewegung, nämlich, Menschen auf ihren letzten Weg ihren Bedürfnissen entsprechend zu unterstützen und würdevoll zu begleiten.

Cicely Saunders gilt als Begründerin der modernen Hospizbewegung und der Palliative Care. Sie war Krankenschwester, Sozialarbeiterin und Ärztin und gilt als die Pionierin der Palliativmedizin. Sie eröffnete 1967 das erste moderne Hospiz, das St. Christopher`s Hospice in London. In den 80ger Jahren erreichte die Hospizbewegung auch Deutschland. Es entstanden die ersten hospizlichen und palliativen Einrichtungen, die neben dem Einsatz vieler hauptamtlicher Mitarbeiter/-innen besonders auch durch das Engagement zahlreicher ehrenamtlich tätiger Menschen getragen wurde. Seit den 90ger Jahren entwickelte sich die Hospizbewegung in Deutschland rasant. Inzwischen gibt es für Erwachsene rund 1300 ambulante Hospizdienste, 260 stationäre Hospize und 350 Palliativstationen (Quellen: DHPV e.V., Stand 8/2024, HPV Bremen e.V., Stand 7/2025).

(Quelle: DHPV und Wikipedia)

Grundsätze der Hospizarbeit

Der Hospizgedanke betrachtet das Sterben als einen Teil des Lebens und damit als einen natürlichen Vorgang, der weder verdrängt noch künstlich verlängert werden muss. Liebevolle Zuwendung kann diese Phase neu mit Sinn erfüllen und die Hoffnung stärken, dass der Tod nicht das letzte Wort haben muss.

Menschen aus der Hospizbewegung treten überall in unserer Gesellschaft dafür ein, die Wünsche und Bedürfnisse von Menschen in ihrer letzten Lebensphase zu respektieren, und damit ihre Würde zu bewahren und ihre Lebensqualität zu verbessern.

Das Leidvolle, das im Sterben und im Tod eines Menschen liegt, kann nicht vollkommen genommen werden.

Aber wir sind für Sie da, um Sie zu unterstützen und zu begleiten!